Der Wald, das Wild und die lieben Touristen

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Die Naturlandschaft des Ennstals bietet Platz für Wildtiere, Pflanzen und Menschen – vorausgesetzt Letztere halten sich als Naturnutzer an gewisse Regeln. Zudem muss gemeinsam an einem Ziel gearbeitet werden: Tourismus OHNE Folgen für unser wichtiges Ökosystem!

Ein tiefverschneiter Wald im Ennstal. Sonnenstrahlen lassen den unberührten Schnee glitzern. In der idyllischen Ruhe huscht ein Reh vorbei. Und plötzlich zerstören laute Schreie die Stille. Aufgewirbelter Schnee. Ein paar Äste fliegen durch die Gegend. Am Ende der großen Aufregung bleibt ein verstörtes Reh, Baumschaden und etwas Müll im Wald liegen. Dieses Mal hatte das Reh noch Glück – es könnte weit mehr passieren, wenn eine Gruppe von Skifahrern die Pisten verlässt, um in den Wäldern der Region den besonderen Kick zu suchen. Vor knapp zwei Monaten machte Johannes Fritzenwallner von den Österreichischen Bundesforsten eine gegensätzliche Erfahrung: „Am Weg zur Rehfütterung habe ich ein Rehkitz aus dem Tiefschnee geholt. Es konnte alleine nicht mehr weiter. Leider verlassen viele Skifahrer und Snowboarder die ausgewiesenen Pisten und Wege. Wenn diese dann im Wald unterwegs sind, muss das Wild zusätzliche Strapazen aushalten, obwohl im Winter ohnehin härtere Lebensumstände herrschen. Daher appellieren wir immer wieder, den Wald und das Wild nicht unnötig zu belasten“, erklärt der Filzmooser. Neben den Aufrufen der Österreichischen Bundesforste gibt es einige Initiativen in den einzelnen Bundesländern, die mit einer breiten Trägerschaft aus Tourismus, Naturschutz, Jägerschaft und Sport zusammenarbeiten, um Tiere und Wälder zu schützen. Zum Beispiel gibt es ein Projekt des Landes Salzburg, das unter dem Namen „Respektiere deine Grenzen“ dazu appelliert, die Naturlandschaft unserer Region als Naturnutzer in Anspruch zu nehmen und sich gleichzeitig an gewisse Regeln zu halten.

… mehr lesen Sie in der aktuellen Ausgabe am Mittwoch, dem 21. März 2018!

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