ÖSV und ÖAMTC: Kooperation im Dienste der Sicherheit
ÖSTERREICH Seit geraumer Zeit reißt die Sicherheitsdiskussion im alpinen Skiweltcup nicht ab. Der ÖSV ist sich seiner diesbezüglichen Verantwortung bewusst und will als Rennveranstalter beim Thema Sicherheitsstandards auch weiterhin als Maßstab fungieren.
Bei allen vom ÖSV veranstalteten Speedrennen wird daher ab sofort ein Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung für den Notfall bereit stehen. "An allen Renn- und Trainingstagen ist eine komplette Christophorus-Crew unmittelbar neben der Rennstrecke in permanenter Einsatzbereitschaft", präzisiert Hans Peter Halouska, Generalsekretär des ÖAMTC die Vereinbarung mit dem ÖSV. "Pilot, Notarzt und Flugrettungssanitäter können so im Fall der Fälle unverzüglich aufsteigen und eine optimale medizinische Erstversorgung direkt am Unfallort gewährleisten." Oberstes Ziel der ÖAMTC-Flugrettung ist die Notfallversorgung der Aktiven nach etwaigen Stürzen sowie ein schonender Transport in das best geeignete Krankenhaus.
Sicherheit hat oberste Priorität
"Diese Kooperation in punkto Sicherheit ist nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch auf internationaler Ebene einzigartig", erklärt ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. Als Veranstalter von Speedrennen ist dem ÖSV das Wohl der Sportler ein großes Anliegen. Neben perfekt abgesicherten Rennstrecken, ist auch eine adäquate notfallmedizinische Versorgung ein unbedingtes Muss. "Die ÖAMTC-Flugrettung stellt tagtäglich ihre Kompetenz im Bereich der Notfallversorgung unter Beweis", hält der ÖSV-Präsident fest. "Daher war für uns diese Kooperation naheliegend."
Flugrettung auch für Freizeit-Skifahrer
Aber nicht nur Spitzensportler profitieren vom Know-How der ÖAMTC-Flugrettung. "In allen österreichischen Skigebieten können Schifahrer bei Unfällen mit der raschen und kompetenten Hilfe aus der Luft rechnen", betont der Generalsekretär. Österreichweit verfügt der ÖAMTC über 16 Ganzjahresstützpunkte. Im Winter kommen nochmals sechs Stützpunkte hinzu, die der ÖAMTC gemeinsam mit seinen Partnern betreibt. "Diese Notarzthubschrauber stehen bereit, um auch verletzten Wintersportlern schnellstmögliche notärztliche Hilfe zu bieten", erklärt Halouska. Aus medizinischer Sicht spricht vor allem der Faktor Zeit für die Erstversorgung durch einen Notarzthubschrauber. Maximal drei Minuten nach der Alarmierung ist das Team in der Luft. Im Schnitt vergehen gerade 13 Minuten bis ein ÖAMTC-Notarzthubschrauber am Unglücksort eintrifft. "Verunfallte können auch an entlegenen Stellen schneller erreicht, geborgen und ärztlich versorgt werden", hält der ÖAMTC-Generalsekretär abschließend fest. "Die frühe medizinische Erstversorgung verbunden mit einer entsprechenden Schmerztherapie sowie die rasche Rettungsaktion helfen einen oft langwierigen Heilungsprozess zu verkürzen."
Herausfordernde Bergung nach Stürzen bei Skirennen
Bergungen bei Skirennen gehören zu den schwierigsten Einsätzen der Notarzthubschrauber. Häufig erweist sich eine Landung gerade nach einem schweren Sturz auf Grund der Geländesituation und der beinhart präparierten Piste als schwierig oder gar unmöglich. "Aber auch auf diese Einsätze sind die Teams der ÖAMTC-Notarzthubschrauber bestens vorbereitet", berichtet Reinhard Kraxner, Pilot und Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. "Reibungslose Kommunikation und das perfekte Zusammenspiel zwischen Flugrettungssanitäter und Pilot sind bei dieser Art von Einsätzen extrem wichtig."
Taubergung mit Doppellasthaken
Ist eine Landung der Christophorus Notarzthubschrauber in unmittelbarer Nähe zum Notfallort nicht möglich, wird der Notarzt gemeinsam mit dem Flugrettungssanitäter mittels Tau zur Unglücksstelle geflogen. Dazu wird bereits vor dem Start vom Zwischenlandeplatz ein Fixtau in entsprechender Länge am Hubschrauber eingehängt. Hierfür hat die ÖAMTC-Flugrettung einen eigenen Doppellasthaken entwickelt.
Hat der Pilot den Notarzt und den Flugrettungssanitäter an der Unglücksstelle abgesetzt, beginnen die beiden mit der Erstversorgung des Verunfallten. Nach erfolgreicher Erstversorgung wird der verunglückte Patient in dem dafür vorgesehen Bergesack mit Vakuummatratze gelagert. Gemeinsam mit dem Notarzt und dem Flugrettungssanitäter wird der Verunfallte im Bergesack am Tau hängend zum Standplatz zurückgeflogen. Nach der weiteren medizinischen Versorgung wird der Sportler für den Transport in den ÖAMTC-Notarzthubschrauber umgebettet.
(Text: ÖAMTC)






